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Die Kombination aus spezifischer Atmung, Nackenbewegung und gezielter Tonbildung stellt einen modernen Ansatz des neurozentrierten Trainings dar, um die Reizverarbeitung im Gehörzentrum positiv zu beeinflussen.
Was ist Tinnitus?
Der Begriff Tinnitus umfasst unterschiedliche Ohr- und Klopfgeräusche, die ohne äußere Schallquelle wahrgenommen werden. Betroffene hören beispielsweise Pfeifen, Zischen, Brummen oder Klirren, obwohl im Außen kein akustischer Reiz vorhanden ist.
Tinnitus ist weit verbreitet. Allein in Deutschland leiden Millionen Menschen unter den belastenden Ohrgeräuschen. Häufig treten zusätzlich Beschwerden wie innere Unruhe, Angstzustände, Schlafprobleme oder depressive Verstimmungen auf, wodurch die Lebensqualität erheblich eingeschränkt werden kann.
Die moderne Neurowissenschaft geht heute davon aus, dass Tinnitus nicht ausschließlich im Ohr entsteht, sondern eng mit der Verarbeitung von Reizen im Gehirn, mit Stressreaktionen und mit dem autonomen Nervensystem verbunden ist.
Wie entsteht das Störgeräusch?
Es existieren unterschiedliche Theorien zur Entstehung von Tinnitus. Eine davon beschreibt, dass kleine Haarzellen im Hörsystem, die normalerweise bestimmte Frequenzen weiterleiten, in ihrer Funktion gestört oder inaktiv werden können. Benachbarte Zellen übernehmen daraufhin teilweise deren Aufgabe, obwohl sie eigentlich für andere Frequenzen zuständig sind. Dadurch verändert sich die normale Vibrations- und Informationsverarbeitung im auditorischen System, was als störendes Geräusch wahrgenommen werden kann.
Gleichzeitig scheinen innerer Druck, chronischer Stress, muskuläre Spannungen im Bereich von Nacken, Kiefer und Halswirbelsäule sowie eine dauerhafte Aktivierung des Nervensystems die Beschwerden zusätzlich zu verstärken.

Wie kann Atmung bei Tinnitus helfen?
Die Atmung ist das einzige physiologische System, das sowohl reflektorisch als auch bewusst gesteuert werden kann. Dadurch entsteht ein direkter Zugang zum autonomen Nervensystem.
Genau hier setzt die Tinnitus-Atmung an. Durch kontrollierte Atmung, sanfte Bewegungen und gezielte Tonbildung werden Rezeptoren im Hals-, Nasen- und Ohrenbereich stimuliert. Gleichzeitig unterstützt die Praxis dabei, körperliche Spannungen zu lösen und das Nervensystem zu regulieren.
Die Methode: Synergie aus Atem und Vibration
Um eine spürbare Veränderung zu erreichen, setzt diese Praxis an zwei entscheidenden Punkten an:
- Einerseits lösen wir durch eine Kombination aus Atmung und sanfter Mobilisation des Nackens körperliche Verspannungen, die oft als Verstärker für das Geräusch wirken.
- Andererseits wird durch spezifische Atemmuster und Tonbildung das Vibrato der auditorischen Zellen stimuliert. Dadurch wird die Informationsverarbeitung im Gehirn aktiviert, mit dem langfristigen Ziel, den Tinnitus als Störreiz umzukonditionieren.
Erfolge der Praxis:
Die Tinnitus-Atmung versteht sich als körperorientierte und nebenwirkungsfreie Methode. Nach sechs Wochen regelmäßiger Anwendung zeigt sich bei vielen Teilnehmern ein deutlicher Rückgang des Geräusches. In einzelnen Fällen entwickelte sich das Störgeräusch langfristig vollständig zurück.
Wissenschaftlich fundiert & nebenwirkungsfrei
Gemeinsam praktizieren wir in einem geschützten Raum, um das Nervensystem zu stabilisieren, innere Spannung abzubauen und den Umgang mit dem Tinnitus nachhaltig zu verändern.
Möchten auch Sie von dieser nebenwirkungsfreien Methode profitieren? Dann lade ich Sie herzlich ein, an meinen Terminen teilzunehmen oder mich direkt zu kontaktieren.


