ANGST/PANIK

Was ist Angststörung?

Den diagnostischen Kriterien zu Folge liegt eine generalisierte Angststörung dann vor, wenn die Betroffenen eine übermäßige Angst und Sorge bezüglich mehrerer Ereignisse oder Tätigkeiten in einem Zeitraum von mindestens 6 Monaten, an der Mehrzahl der Tage berichten. Betroffene referieren Schwierigkeiten ihre Sorgen zu kontrollieren, Ruhelosigkeit und/oder Ermüdbarkeit und/oder Konzentrationsschwäche und/oder Reizbarkeit und/oder Muskelanspannung und/oder Schlafstörungen. Die Symptome führen dazu, dass sowohl das berufliche als auch das private Leben beeinträchtigt sind (American Psychological Assoc. Ethics Committee, 1992).

Was ist Panikstörung?

Dem DSM IV zu Folge ist die Panikstörung eine klar abgegrenzte Episode intensiver Angst und Unbehagens, die plötzlich auftritt und innerhalb von 10 Minuten ihren Höhepunkt erreicht. Sie ist durch die folgenden körperlichen Symptome gekennzeichnet: Herzrasen, Schwitzen, Zittern/Beben, Kurzatmigkeit/Atemnot, Erstickungsgefühle, Beklemmung in der Brust, Übelkeit/Magen-Darm-Beschwerden, Schwindel/Unsicherheit/Benommenheit, Derealisation/Depersonalisation, Angst vor Kontrollverlust, Angst zu sterben, Parästhesien, Hitzewallungen/Kälteschauer (Mindestens 4 Symptome) (American Psychological Assoc. Ethics Committee, 1992).

Yoga bei Angst/Panik

Yoga bewirkt das Herabsenken des allgemeinen Angstniveaus durch die Steigerung des subjektiven Gefühls von Kontrolle über eine Situation. Das Gefühl, der Kontrolle fürht zur Steigerung des Selbstvertrauens.

  • Vorgehensweise:
  • Hatha Yoga / Iyengar Yoga: insbesondere Asanas die die Ausatmung fördern, lange Haltezeiten (5-15 Atemzüge)
  • Pranayama → akut: Ujjayi; angstvorbeugend: Kapalabhati
  • Ziel: Abnahme der Angst und der Anzahl und der schwere der Panikattacken.
  • Folge:
  • Deutliche Abnahme. Wirkung nachweisbar nach ca. 6-8 Wochen (Lipton, 2008; Mitzinger, 2009).