MEDITATION DES NICHT-BEWERTENS

Das Ziel der Meditation des Nicht-Bewertens ist es im Hier und Jetzt alle Körperlichen Empfindungen und alle Emotionen die auftreten zu beobachten ohne sie mit Wertungen (gut = erwünscht oder schlecht = unerwünscht) zu versehen. Dabei wird uns bewusst, dass sich alles was wir erleben von Augenblick zu Augenblick verändert, dass nichts stetig ist und nichts bleibt.

Die Schulung des Bewusstseins erfolgt hier durch das Erlernen der gewahrsamen Annahme und der Akzeptanz all dessen was ist. Das Einnehmen einer Haltung der Nicht Identifikation mit dem eigenen Körper und mit den eigenen Gefühlen durch eine reine wertfreie Beobachtung dieser fördert das Loslassen und die Geduld im Umgang mit sich selbst.
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Während dieser Meditation soll die Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen, vorherrschenden Moment gelenkt werden, auf das Jetzt. Alle Gedanken und Gefühle sollen willkommen geheißen werden, und jede Anhaftung (zum Beispiel das Weiterdenken bestimmter Gedanken, oder das Festhalten bestimmter Gefühle) vermieden werden.

Meditierende sollen alle sensorischen (körperlichen) und kognitiv-emotionalen Phänomene zur Kenntnis nehmen, genauso wie alles andere auch, was in diesem einen Moment grade da ist.

Die Meditation des Nicht Bewertens und des Annehmens soll bei Meditationsanfängern und bei Personen die an psychischen Störungen leiden nicht zu lange praktiziert werden. Die Gefahr der Anhaftung an negativen Gedanken und Emotionen ist hier einfach noch zu groß. Es soll bevorzugt mit einer Meditationsdauer von 5-7 Minuten begonnen werden.

Gelingt es mit der Zeit „dem Denker beim Denken zuzugucken“ ohne mit ihm zu kommunizieren, können die einzelnen Meditationsphasen auf beliebige Zeitspannen ausgedehnt werden.